Aachener Modellboot-Club 1960 e.V.

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Presseberichte zum "Anfahren" am 23.04.2006

Über die Eröffnung der Fahrsaison 2006 - das traditionelle "Anfahren" - berichteten auch in diesem Jahr beide Aachener Lokalzeitungen:

Seetüchtig: Schwan bekam Gesellschaft

Aachener Modellboot-Club startete auf dem Stauweiher Diepenbenden in die Saison. Wasservogel zeigte sich anfangs irritiert. Zwei neue Boote mit Weiherwasser getauft. Zuschauer bestaunten die Vielfalt der Modelle.
Von Verena Kettenhofen
Aachen. Sonnenschein und ein laues Lüftchen, bessere Voraussetzungen hätten sich die Mitglieder des Aachener Modellboot-Clubs (AMBC) für ihren Saisonstart, das "Anfahren" nicht wünschen können. Und so bekam der Schwan auf dem Stauweiher Diepenbenden, für den der Verein das Nutzungsrecht hat, am Sonntag seetüchtige Gesellschaft.
Etwa 20 bunte Boote in sämtlichen Größen hatten die bastelbegeisterten Modellbauer dabei. Von U-Booten bis hin zu Schleppkähnen war fast jede Schiffsart vertreten, die das nautische Herz erfreut. Die Modelle wurden aber nicht alle gleichzeitig zu Wasser gelassen, einmal weil es die Kontakte der Fernsteuerungen durcheinander gebracht hätte. Zum anderen wollte man nicht zu sehr in das Revier des Schwans eingreifen, auf den man gerne Rücksicht nehme, wie Stefan Weidenhaupt betonte.
Tüftler am Werk
Der zweite Vorsitzende des AMBC war besonders erfreut, zum Saisonstart zwei neue Boote taufen zu können. Der Raddampfer "Glasgow" und das Segelschiff "Jope" werden nun ebenfalls detailgetreu über den Stauweiher schippern. Getauft wird übrigens nicht mit Sekt oder gar Champagner, sondern mit Weiherwasser. Den Zweck erfüllt das genauso.
Und sollte Neptun doch mal unversöhnlich sein und ein Schiff sinken, springe ein Modellbauer auch schon mal beherzt hinterher, erklärte Weidenhaupt. Dies sei auch nicht verwunderlich, denn in den Booten stecke zum Teil nicht nur viel Geld (bis zu mehreren 100 Euro), sondern vor allem auch viel, viel Zeit. So mancher Modellbauer bastle bis zu zehn Jahre an seinem Schätzchen.
Gefahr droht den Booten auf dem Stauweiher weniger durch hohe Wellen oder Stürme, sondern vielmehr durch den Schwan, der besonders am Anfang der Saison immer Schwierigkeiten habe, sich an die Gesellschaft zu gewöhnen, so Weidenhaupt. Und tatsächlich hackte der Vogel am Sonntag mit seinem Schnabel auf eines der Boote ein. Nach leichtem Schlingern kam das Gefährt aber schnell wieder auf Kurs - zur Erleichterung der rund 100 Zuschauer. Diese waren sehr angetan von der Vielfalt der Modelle.
Der etwa fünfjährige Ruben beispielsweise, der mit seinem Vater die Schiffe inspizierte, war besonders von dem Vereinsboot "Wasserwacht" begeistert. Dieses können Gäste unter Anleitung eines Vereinsmitgliedes auch mal selbst steuern.
Jeden Sonntag treffen sich die Mitglieder des AMBC am Stauweiher, um ihre Schiffe auf Seetüchtigkeit zu testen. Besucher sind ihnen gerne willkommen.
Und der Schwan? Vor dem muss man sich sicherlich nicht fürchten, den bereits am Ende des "Anfahrens" zeigte er sich versöhnlich und zog auf dem Stauweiher seine Bahnen.

Quelle: Aachener Nachrichten, 24.04.2006

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Mit Volldampf in die neue Saison

Aachener Modell-Boot-Club stach gestern wieder in See. Zwei Schiffstaufen erfreuten die Bastler und alle Besucher. Club will Nachwuchsarbeit verstärken. Jeder ist willkommen. Abendfahrten im Programm.
Von Günther Sander
Sie sind hübsch anzusehen, perfekt gebaut und ein Ebenbild ihrer großen Brüder auf hoher See: Die Boote und Schiffe der Mitglieder des Aachener Modell-Boot-Clubs (AMBC). Gestern war Saisoneröffnung und einige prächtige Modelle stachen in See. Für zwei gab es sogar eine richtige Schiffstaufe vorweg. Wie kleine Pfeile schossen einige der Gefährte blitzschnell über das Wasser, geruhsam ging es hingegen bei anderen Modellen zu. Interessierte Zuschauer nutzten dann auch die Gelegenheit, den Modellbootsbauern über die Schultern zu schauen oder mit dem Vereinsboot "Wasserwacht" per Monitor einen Blindfahrversuch zu starten - was übrigens nicht gerade leicht ist.
Martin Otten, von Beginn an dabei, erinnerte sich gestern noch gut an die Anfänge des AMBC, den er 1960 mitbegründet hat. Ihm zur Seite stand damals noch Hans Gottschalk. "1960 war alles anders, es gab noch keine Fernsteuerung, wir stellten unsere Boote komplett in Eigenarbeit her", schwärmte Otten gestern bei der Saisoneröffnung der Modellbootfahrer am Stauweiher Diepenbenden von den Anfängen.
Vorsitzender Willi Schümmer und seine Bootsbaufreunde Herbert Beißel, Stephan Weidenhaupt und Franz-Josef Lennartz sind stets mit vollem Elan bei der Sache, wenn es um den Modellbootsbau geht. Rund 80 Mitglieder gehören insgesamt dem AMBC an. "Auch Interessenten, die kein Boot selbst bauen, uns aber unterstützen möchten, sind als Mitglieder willkommen", machte Lennartz deutlich. Einen guten Bausatz gebe es schon für 500 Euro, "Die Fernsteuerung ist dafür aber relativ preiswert geworden", weiß Lennartz.
Jugendwart Klaus Ritter hat andere Sorgen: "Ich würde mir wünschen, mit interessierten Jugendlichen kleine Schiffe zu bauen. Ich lade auch gerne Eltern ein, sich mit ihren Kindern bei uns einzufinden und zu sehen, wie schön unser Hobby ist." Ihm schwebt vor, an jedem ersten Freitag im Monat vier Stunden lang mit den Jugendlichen im Werkraum Kalverbenden Modellboote zu bauen und verwies auf das erste Treffen am 5. Mai, 16 bis 20 Uhr, im gemeinsamen Werkraum im Haus der Jugend, Kalverbenden, in Burtscheid. "Ich bin mir sicher, dass jeder Nachwuchs-Modellbauer bis zum Herbst Modellkapitän auf dem Stauweiher Diepenbenden werden würde und mit Stolz schöne Erfolge vorweisen könnte."

Quelle: Aachener Zeitung, 24.04.2006

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Letzte Änderung: 10.03.2007